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Asbest ist der Gattungsname einer Gruppe in der Natur
vorkommender silikatischer Minerale, mit faserhalt- igem
Habitus. Man unterscheidet Serpentin- und Amphibolasbest,
je nach Herkunft und Zusammenset- zung. Industriell wurden im
Wesent- lichen Chrysotil (Weißasbest), Krokydolith
(Blauasbest) und Amosit (Braunasbest) hergestellt und für
vielseitigste Anwendungen im Brand-, Wärme-, Schall- und
Feuchtigkeits- schutz eingesetzt.
Asbeststaub in jeglicher Konzentra- tion ist
gesundheitsschädlich, wenn er durch Einatmen in die Lunge
gerät. Fasern der Größenordnung Durch- messer kleiner 3
µm und Länge zwischen 5 µm und 100 µm, mit einem
Verhältnis Länge zu Dicke mindestens 3:1, haben ein
weltweit anerkanntes kanzerogenes Potential. Asbestprodukte
werden in die Gruppen schwach- und festgebunden unterteilt.
Asbestprodukte, wie z. B. Spritzasbest, mit relativ hohen
Asbestanteilen >60 Gew.-% und Rohdichten von weniger als
1000 kg/m³ enthalten schwachgebundenes Asbest.
Asbestzementprodukte mit einem relativ geringen
Asbestanteil von unter 15 Gew.-% und einem hohen
Raumgewicht von normaler- weise über 1400 kg/m³ enthalten
starkgebundenes Asbest.
Eigenschaften
• unbrennbar
• faserförmiges Silikat, verspinnbar
(teilweise)
• chemische Beständigkeit
• elektrische und thermische
Isolierfähigkeit
• hohe Elastizität und Zugfestigkeit
• gute Einbindefähigkeit in anorga-
nische und organische
Bindemittel
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Anwendungsbereich / Produkte
• schwachgebundene Asbestprodukte wie:
Spritzasbest, Trägerummante- lung (Promabest-
Promatplatten), Bransschutzklappen Stopfmassen, Kitte,
Putze, Platten, Pappen, Schnüre, Gewebe, Schaumstoffe,
Vinyl-Bodenbeläge
• starkgebundene Asbestprodukte:
Fassadenverkleidungen, Kamine, Dacheindeckungen,
Fußbodenplatten sog. „Flex-Platten“,
Luftkanäle, Bremsbeläge (z.B. Aufzüge, LKW)
Asbestzement wurde vornehmlich zur Herstellung von
ebenen oder profi- lierten Platten für Dachdeckungen und
Fassadenverkleidungen, Kanal- und Druckrohre,
Lüftungsrohre, Fensterbänke oder Sonderbauteile
(Blumenkästen) verwendet. Werden Asbestzementprodukte
mechanisch bearbeitet und z.B. angebohrt, zer- schlagen oder
mit Hochdruckgeräten gereinigt, kann es zur Freisetzung
von atembaren Asbestfasern kommen.
Gesundheitliche Wirkung
• einatmen von faserhaltigem Staub
kann zu
Gesundheitsschäden führen
• kann beim Menschen Krebs
erzeu-
gen: Asbestose, Mesotheliom,
Bronchialkarzinom, Larynxkarzinom
• kann Gesundheitsstörungen wie
Veränderungen der
Haut, Lungen-
schäden und Magenschleimhaut-
entzündung
verursachen
• kann die Atemwege, Verdauungs-
wege, Augen und Haut
reizen
Rechtliche Grundlagen /
Vorschriften
• Chemikaliengesetz
• Gefahrstoffverordnung (GefStoffV)
• Asbest-Richtlinie
• TRGS 519
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